Bildmotiv „Die Hexenprozesse von Essex“ (Copyright: The HISTORY Channel)
München, 14. Oktober 2026 – Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert wurden in Großbritannien Frauen der Hexerei beschuldigt und hingerichtet. Doch wer waren die Menschen hinter den Anklagen und wie kam es zu den Verfolgungen? Der neue Doku-Dreiteiler „Die Hexenprozesse von Essex“ geht diesen Fragen nach. Moderator Rylan Clark und die Wissenschaftlerin Prof. Alice Roberts untersuchen drei Fälle aus den Jahren 1566, 1582 und 1645: den Prozess gegen Frauen aus Hatfield Peverel, die Ereignisse in St. Osyth und die Jagd auf vermeintliche Hexen in Manningtree. „Ich wollte verstehen, wie eine Gesellschaft so aus dem Ruder geraten konnte“, so Prof. Alice Roberts in einem Interview zur neuen Dokumentation. Der HISTORY Channel zeigt die dreiteilige Produktion am Samstag, 31. Oktober, ab 20:15 Uhr als deutsche TV-Premiere; sie ist zudem auf Abruf verfügbar.
In Großbritannien ist Rylan Clark als Moderator der BBC-Dokumentation „Rob and Rylan’s Grand Tour“ bekannt, die 2025 den BAFTA, den renommierten britischen Fernsehpreis, in der Kategorie „Factual Entertainment“ gewann. Außerdem kommentierte er 2018 und 2019 die britischen Halbfinals des Eurovision Song Contest. Als Einwohner der Grafschaft Essex brachte Clark auch Ortskenntnis und persönliche Anekdoten über die Drehorte ein. Prof. Alice Roberts war bereits in weiteren Dokumentationen auf dem HISTORY Channel zu sehen, darunter „Auf Schienen durch das alte Ägypten“, „Britanniens verborgene Schätze“ und „Auf Schienen durch das alte Griechenland“.
Der erste Teil der Dokumentation handelt von Agnes Waterhouse, ihrer Tochter Joan und ihrer Schwester Elizabeth, die nach einem neuen Gesetz gegen Hexerei vor Gericht gestellt wurden. Der zweite führt nach St. Osyth, wo 1582 nach einem Streit und dem Tod eines Kindes 14 Frauen der Hexerei beschuldigt wurden. Im dritten Teil geht es um den selbsternannten „Witchfinder General“ Matthew Hopkins, der 1645 in Manningtree gemeinsam mit John Stearne Frauen verfolgte und nach vermeintlichen „Teufelsmalen“ suchte. Die Hexenverfolgungen in Essex dauerten bis 1647 an.
Unterstützt von Historikerinnen und Historikern, Psychologinnen und Psychologen sowie medizinischen Fachleuten werten Clark und Roberts Originalgerichtsakten aus und besuchen die Orte in Essex, an denen die angeklagten Frauen lebten und starben. Zu den Fachleuten, die in der Dokumentation zu Wort kommen, zählen der Historiker Prof. Ronald Hutton sowie die Literaturwissenschaftlerinnen Prof. Nandini Das und Prof. Marion Gibson. Die dreiteilige Dokumentation verbindet nachgestellte Szenen mit Interviews und einer kriminalistischen Spurensuche in einem eigens eingerichteten Ermittlungsraum. Sie zeichnet die Lebensgeschichten der angeklagten Frauen und ihre Prozesse nach und untersucht, wie Ängste und Konflikte in Verfolgung und Gewalt mündeten.
Die Dokumentation entstand unter dem Originaltitel „Witches of Essex“ in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Mindhouse TV für den britischen Sender Sky HISTORY. Regie führte Paul Olding.
„Die Hexenprozesse von Essex“ ist Teil der Halloween-Sonderprogrammierung auf dem HISTORY Channel. Bereits ab 18:35 Uhr stehen „Der Schwarze Tod – Eine tödliche Pandemie“, „Die Hexenprozesse von Essex“ und „Shark Terror – Angriff des Weißen Hais“ auf dem Programm; nach Mitternacht folgt „Shark Terror – Verloren auf hoher See“.
Weitere Informationen zu The HISTORY Channel sind unter www.history.de, www.facebook.com/HISTORYdeutschland, www.instagram.com/history_de sowie www.youtube.com/historyde zu finden.
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